LRS

Von lese - rechtschreib - schwachen Kindern (Legasthenie) spricht man dann, wenn Kinder trotz regelgerechter Hör- und Sehfähigkeit und annähernd durchschnittlicher Intelligenz Schwierigkeiten beim Erlernen der Schriftsprache bis zum Ende der Klasse 2 nicht überwinden. Die Auffälligkeiten im Lesen und Rechtschreiben sind so groß, dass die Schüler trotz individueller Förderung den Anforderungen der Grundschule nicht genügen.

Ständige Misserfolge lassen Kinder unzufrieden und verhaltensauffällig werden. Werden die Ursachen nicht beseitigt, können psychosomatische Erkrankungen die Folge sein. Nicht nur, dass die Kinder in ihrer Schullaufbahn scheitern, auch ihre berufliche Eingliederung ist erschwert.

Nach Schätzungen sind etwa 5 bis 10% der Kinder eines Jahrgangs von Legasthemie betroffen.
Nach einem Aufnahmeverfahren können diese Kinder zwei Jahre in LRS-Klassen gezielt gefördert werden. Im ersten Jahr wird der Lehrstoff der Klassen 1 und 2 mit speziellen Hilfsmittel aufgearbeitet. Im zweiten Jahr fällt es den Kindern leichter, den normalen Lehrplan der Grundschule zu bewältigen. Danach gehen sie in ihre Heimatschulen zurück.